Wie kommt das Internet in mein Unternehmen – oder: Kupfer, Koax, Glasfaser oder Luft

Internetanbieter wie Telekom, Vodafone, QSC und Telefónica betreiben eigene Datennetze, über die die Daten Ihrer Kunden übertragen werden. Wie die Anbindung Ihres Unternehmens an die Datennetze der Carrier, das sog. Backbone, erfolgen kann, wir in diesem Beitrag näher beleuchtet.

Für die Überbrückung der sog. “letzten Meile” stehen verschiedene Möglichkeit zur Verfügung. Die am meisten verbreitete Anbindung erfolgt über Erdkabel. Hier werden Anschlüsse über Kupferleitungen, Koaxkabel oder Glasfaser bereitgestellt.

Kupferanschlussleitungen

Das mit Abstand größte Kupferkabelnetz betreibt die Deutsche Telekom. Der überwiegende Anteil der Internetanschlüsse wird über Kupferleitungen, sog. Teilnehmer-Anschluss-Leitungen (TAL) der Telekom realisiert. Auch Alternativanbieter greifen für die Bereitstellung ihrer Internetanschlüsse auf TALs der Telekom zurück, die der Ex-Monopolist zu regulierten Preisen den Wettbewerbern anbieten muss. Über Kupferleitungen können asymmetrische Anschlüsse mit bis zu 100 MBit/s Downstream und bis zu 40 MBit/s im Upstream und symmetrische Anschlüsse mit bis zu 22,8 MBit/s in beiden Richtungen realisiert werden. Ein großer Vorteil der Kupferanschlussleitungen ist die nahezu flächendeckende Verfügbarkeit.

Koax-Anschlüsse und TV-Kabelnetze

Bei einem Anschluss über TV-Kabelnetze wird die letze Meile nicht über eine Kupferleitung der Deutschen Telekom, sondern über ein Koaxial-Kabel eines Kabelnetzbtreibers wie Unity Media oder Kabel Deutschland überbrückt. Bei Privatkunden zunehmend beliebt fristen Kabelanschlüsse bei Geschäftskunden noch ein Nischendasein.

Glasfaser

Eine Anbindung über Glasfaser bietet Ihnen Bandbreite satt – symmetrische Anbindungen mit mehr als 1 GBit/s sind hier möglich. Voraussetzung für einen schnellen Internetzugang über Glasfaser ist ein entsprechender Anschluss an das Glasfasernetz eines Anbieters. Falls ein Anschluss noch nicht vorhanden ist, lassen sich die Anbieter den Ausbau meist teuer bezahlen.

Luft

Für Geschäftskunden, an deren Standorte keine breitbandige Anbindung über Kupfer, Koax oder Glasfaser bereitgestellt werden kann, sind Anschlüsse über Funk eine interessante Alternative. Neben dem aus dem Mobilfunkbereich bekannten LTE-Standard gibt es auch die Möglichkeit, Internetzugänge über Richtfunkanbindungen, einem sog. Wireless Local Loop (WLL) zu realisieren. Vorteil: Auch in unterversorgten Gebieten können so symmetrische Bandbreiten bis zu 100 MBit/s erzielt werden.

Welche Anbindung ist bei Ihnen zu welchen Kosten verfügbar und was ergeben sich daraus für Vor- und Nachteile? Fragen Sie uns - wir beraten Sie gerne.

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Alexander Wick

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